Fliegen mit Baby & Kind -Teil 1: Alles Wichtige zur Flugbuchung

Bevor ihr unsere Infos & Tipps zum Fliegen mit Babys und Kindern durchgeht, atmet einmal tief durch und beherzigt den allerwichtigsten Punkt:
Entspannte Eltern – entspanntes Kind.
Vergesst die Horrorgeschichten und entsetzten Gesichter der Verwandtschaft. Fliegen mit Baby und Kleinkindern ist halb so wild und hey: ihr fliegt in den Urlaub! Wenn das kein Grund zur Vorfreude ist! Um euch richtig entspannt starten zu lassen haben wir einige Punkte für euch gesammelt, wie ihr euren Flug am besten plant und vorbereitet um ganz entspannt zu reisen. Und nun zum ersten Teil...
Fliegen mit Baby und Kind

Die Flugbuchung – das solltet ihr bei der Wahl eures Fluges beachten

Als spezialisierte Reiseagentur für Familienreisen suchen wir euch natürlich die beste Flugverbindung in euer Reiseziel aus. Dabei achten wir bei unserer Auswahl neben euren individuellen Wünschen auf folgende Punkte: Fliegen mit Kleinkind

1. Flugzeiten

Bei Langstreckenflügen fliegt ihr bestenfalls am frühen Abend los, so nutzt ihr die Schlafenszeit eures Babys oder Kleinkinds am besten. Ist kein Abflug abends möglich, so bietet sich alternativ ein Abflug am späten Vormittag an, eventuell werden eure Weltentdecker müde und machen zumindest ein Mittagsschläfchen zwischendurch.
Bei kürzeren Strecken gilt es ebenfalls Abflugzeiten zu früh am Morgen oder zu spät am Abend (sodass ihr die Kleinen wecken müsst) zu vermeiden. An der Sicherheitskontrolle müssen Babys und Kleinkinder aus dem Wagen / der Trage genommen werden. Daher wäre es ungünstig, wenn sie bereits eingeschlafen sind, bevor ihr an Bord seid.
Ebenfalls zu beachten sind die Ankunftszeiten. Niemand möchte gerne mitten in der Nacht im Urlaubsziel ankommen. Auch eine Ankunft sehr früh morgens ist von Nachteil, da oftmals die Hotelzimmer erst ab dem späten Mittag bzw. frühen Nachmittag bezogen werden können.
Natürlich gibt es nicht immer die perfekten Flugzeiten. Wir geben unser bestes um den angenehmsten Flug für euch zu finden!

Nonstop-Flug vs. Umsteigeverbindung
Zunächst eine kleine Begriffserklärung: Bei Langstreckenflügen besteht oft die Wahl zwischen sogenannten Direktflügen und Umsteigeverbindungen. Wichtig ist: ein Direktflug kann auch einen Zwischenstopp beinhalten! Ein Beispiel: Von Sydney fliegt ihr mit Qantas nach Dubai. Hierbei handelt es sich zwar um einen Direktflug, allerdings gibt es auf der Strecke einen Zwischenstopp in Singapur. Dort kann es sein, dass ihr 1-2 Stunden Aufenthalt habt und dann allerdings im gleichen Flieger und unter gleicher Flugnummer weiterfliegt nach Dubai. Wenn ihr sichergehen wollt, keinerlei Stopps zu haben, müsst ihr einen Nonstop-Flug wählen.

Nonstop-Flug
Vorteil: Augen zu und durch! Ihr schafft die ganze Strecke am Stück und müsst nicht Zeit zwischendurch am Flughafen überbrücken. Somit seid ihr auch schneller am Ziel und es kann losgehen mit eurem Urlaub!

Nachteil: Nonstop-Flüge sind zumeist leider teurer als eine Umsteigeverbindung.

Umsteigeverbindung:
Vorteil. Ein Flug mit Umstieg ist oftmals etwas günstiger als ein Nonstop-Flug. Manche Eltern sehen es auch als entspannter an, sich zwischendurch etwas die Beine zu vertreten und die Flugzeit so zu stückeln. Ist immer Ansichtssache!Fliegen mit Kindern Die Welt wartet
Nachteil: Siehe oben – der Stopp zwischendurch kann als willkommene Unterbrechung oder aber lästiger Zwischenstopp empfunden werden. Entscheidet nach eurem Bauchgefühl! Wenn Umsteigeverbindung dann empfehlen wir, eine Verbindung mit maximal 2-4 Stunden Umsteigezeit zu wählen.

Besonderheit: Stopover
Vor allem bei Flügen nach Australien oder Neuseeland bietet sich ein Stopover an, um die recht lange Flugstrecke zu unterbrechen. Hier gibt es die Möglichkeit, eine oder mehrere Nächte beispielsweise in Dubai oder Singapur zu verbringen. So kann man einerseits die Flugzeit etwas aufteilen und sich zwischendurch erholen und andererseits ein weiteres Reiseziel erkunden. Weiterer Vorteil: die Anpassung an die Zeitverschiebung verläuft etwas gemächlicher.

Einige Fluggesellschaften bieten spezielle Stopoverprogramme mit vergünstigten Hotelraten und Transfers an. Natürlich sind wir euch auch hier behilflich. Eine weitere Alternative sind Flughafenhotels, die man auch als Transithotels für einen längeren Aufenthalt tagsüber buchen kann, um vor dem Weiterflug zu duschen oder sich etwas auszuruhen und die Beine lang zu machen. Bei einer bestimmten Aufenthaltsdauer und je nach Fluggesellschaft sind diese sogar kostenlos. Fragt einfach bei uns an!

2. Sitzplätze für Babys und Kleinkinder

Ein Thema, das sehr viel in Foren diskutiert wird und über das leider oftmals auch falsche Informationen verbreitet werden.

Grundsätzlich gilt:
Kleinkinder bis 2 Jahren haben keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz. Stattdessen reisen sie auf dem Schoß der Eltern. Das Ticket ist dabei nicht kostenfrei, liegt aber in der Regel bei lediglich 10% des regulären Flugpreises.
Das Baby muss übrigens auch beim Rückflug noch unter 2 Jahren sein, um den Babytarif zu erhalten!
Wenn ein eigener Sitzplatz gewünscht wird, so muss das Baby als Kind gebucht werden. Nicht jede Airline bietet spezielle Kinderpreise an, sodass ein Flugticket für Kinder meist zwischen 70-100% des regulären Flugpreises kostet. Selbstverständlich können wir für euer Baby einen eigenen Sitzplatz buchen, wenn ihr das möchtet. Mehr Informationen dazu weiter unten.

Baby-Bassinet
Je nach Airline und Strecke werden für Babys sogenannte Bassinets angeboten. Diese werden in den Eltern-Kind-Reihen ganz vorne bzw. nach einer Trennwand angebracht. Die Bestimmungen für die Babybettchen variieren je nach Airline – teils geht es nach Alter, Größe und / oder Gewicht des Babys. In der Regel sind sie für Babys bis 10 Monate bzw. 10-11 kg zugelassen.
Wichtig: Die Bettchen dürfen während des Starts und der Landung sowie bei Turbulenzen nicht benutzt werden! So lange das Anschnallzeichen leuchtet, muss das Baby auf dem Schoß der Eltern sein.

Die Babybettchen stehen nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung und sollten daher gleich bei der Flugbuchung angemeldet werden. Gerne übernehmen wir das natürlich für euch. Eine Garantie für ein Baby-Bassinet gibt es allerdings bei keiner Airline. Die Reservierung ist stets unverbindlich, erfahrungsgemäß geht sie aber mit einer Bestätigung der Fluggesellschaft in Ordnung. Selbstverständlich werden gleichzeitig mit der Bassinet Reservierung auch die beiden dazugehörigen Sitzplätze für die Eltern mit reserviert.

Eigener Sitzplatz oder Schoß?
Wie bereits erwähnt fliegt ein Baby bis unter 2 Jahren normalerweise ohne eigenen Sitzplatz. Allerdings kann auf Wunsch und gegen Aufpreis auch ein eigener Sitzplatz gebucht werden. Vom Praktischen und Komfort einmal abgesehen fließen bei vielen Eltern auch Sicherheitsbedenken mit in die Entscheidung ein. So ist ein Baby bei Turbulenzen, Luftlöchern oder starkem Abbremsen beim Abbruch eines Starts weder auf dem Schoß der Eltern noch mit einem zusätzlichen sogenanntem „Loop-Belt“ (eine zusätzliche Gurtschlaufe für das Baby) vernünftig gesichert. Leider ist diese Problematik bislang wenig im Fokus der Airlines, sodass hier unzureichend verlässliche Informationen verfügbar sind. Zur Flugbuchung erhaltet ihr von uns eine Liste mit Websites zu diesem Thema, sodass ihr euch selbst ein Bild machen und entscheiden könnt, ob ihr einen Sitzplatz für euer Baby buchen möchtet.

Babyschale & Kindersitz
Entscheiden die Eltern sich für einen eigenen Sitzplatz, so kann gegebenenfalls eine Babyschale mitgenommen werden, die auf dem Sitzplatz festgemacht werden kann. Aber Achtung: nicht alle Kindersitze sind im Flugzeug zugelassen! Sie müssen vom TÜV das Siegel „for use in aircraft“ tragen. Eine aktuelle Liste bekommt ihr bei uns oder beim TÜV Rheinland. Trotz allem muss die Mitnahme des Kindersitzes an Bord mit der Fluggesellschaft rückbestätigt werden. Auch das übernehmen wir selbstverständlich gerne für euch.
Wer eine Babyschale mit in den Flieger nehmen möchte und öfter damit unterwegs ist, dem empfehlen wir die Doona Babyschale & Travelsystem 2in1 – ein Reisesystem mit klein zusammenklappbaren Rädern. Sehr praktisch auch für unterwegs.

Gurtsystem für Kleinkinder
Für Kinder ab 1 Jahr gibt es alternativ den Cares - Sicherheitsgurt für Kinder .Dieser wird über die Rückenlehne des Sitzes gestülpt und mit dem regulären Beckengurt verbunden. Der obere Teil wird auf Brusthöhe mit einem einfachen Klickverschluss geschlossen. Auch hier sind die Bestimmungen leider alles andere als einheitlich und nicht jede Airline akzeptiert die Verwendung des Gurtsystems.Reisen mit Baby Reisepass

3. Reservierbare Extras an Bord

Sitzplätze
Je nach Airline und Strecke können Sitzplätze vorab kostenfrei oder gegen Gebühr reserviert werden. Bei einigen Airlines ist eine (kostenfreie) Reservierung erst 24 Stunden vor Abflug möglich. Die Reservierung von Eltern-Kind-Plätzen mit Bassinet ist stets kostenfrei.

Mahlzeiten
Vorab kann besonders bei längeren Flugstrecken aus einer Liste an Sonderwünschen ausgewählt werden – vegetarisch, vegan, gluten- oder laktosefrei zählen zu den gängigsten Sondermenüs. Vorteil: Diese werden vor der allgemeinen Essensverteilung ausgegeben. So hat man sein Essen stets als einer der ersten, was grade beim Reisen mit Kindern von Vorteil sein kann. Nachteil: hier gibt es keine weitere Auswahlmöglichkeit an Bord.
Für Kinder können spezielle Babymenüs (Gläschen) und Kindermenüs bestellt werden. Auch das übernehmen wir natürlich für unsere Reisefamilien!

4. Reisepass

Jedes Baby, Kleinkind oder Kind braucht für Flugreisen einen eigenen Reisepass. Dabei gibt es die Möglichkeit, einen regulären Reisepass ausstellen zu lassen oder einen biometrischen. Der biometrische oder sogenannte ePass (elektronischer Pass) speichert auf einem Chip die Personendaten sowie das Passbild und ist an dem kleinen goldenen Symbol Kreis umfasst von zwei Rechtecken) auf der Außenhülle zu erkennen. Für diesen Pass braucht ihr dementsprechend biometrische Passbilder (Aus eigener Erfahrung: Babys gucken beim Blitz des Fotografen für Passfotos sowieso erstaunt bis erschrocken und haben daher den perfekten Gesichtsausdruck für biometrische Bilder...)

Der biometrische Pass ist unter anderem für die Einreise in die USA vorgeschrieben. Für viele Reiseländer ist der reguläre Reisepass ausreichend. Die Einreisevorschriften zu allen Reiseländern findet ihr stets aktuell auf der Seite des Auswärtigen Amts. http://www.auswaertiges-amt.de

Ein Nachteil des biometrischen Reisepasses ist, dass dieser nicht aktualisiert werden kann. Wenn ihr also für euer Baby einen Pass mit Babyfoto beantragt, so könnt ihr das Foto bzw. Angaben zur Größe nicht für eine spätere Reise aktualieren lassen. Beim regulären Reisepass ist dies möglich. Infos hierzu bekommt ihr bei der jeweils zuständigen Gemeinde.

Unsere Serie für euch - Fliegen mit Baby & Kind.

Teil 1: Alles Wichtige zur Flugbuchung
Teil 2: Packen und Check In
Teil 3. Entspannt an Bord - Bücher, Apps und Spielzeug für den Flug