Elternzeitreise USA & Kanada - Teil 1: Von Flügen, Bestechungs-Schokolade und Textmarkern

Elternzeitreise mit Baby USA Kanada

Von Flügen, Bestechungs-Schokolade und Textmarkern

Elternzeitreise Baby Flug Unser Kleiner ist genau 8 Monate alt, als er das erste Mal in seinem Leben fliegen darf. Und wie es sich für ein Reisebaby gehört gleich Langstrecke: München - Toronto. Nun sind wir also diejenigen im Flieger mit (eventuell) quengeligem Baby. Aber wir haben vorgesorgt und verteilen Schokolade mit einer kleinen Botschaft an die umliegenden Reihen. Noch ein Babylächeln dazu und schon hat Peanut alle auf seiner Seite. Und wie sich herausstellt war alle Sorge umsonst. Denn die Knöpfe am Sitz, der Bildschirm in der Lehne und der Spalt zwischen den Sitzen, durch den man so schön durchgucken kann sind prima Unterhaltung und lassen die Zeit (ich komme nicht drum rum um dieses Wortspiel) buchstäblich im Fluge vergehen.

Natürlich hat uns der Jetlag in den ersten Tagen im Griff. Aber so können wir Toronto aus einer ganz anderen Perspektive sehen – morgens um vier in aller Ruhe mit Peanut in der Trage. Apropos Trage –die gehört für uns auf jeden Fall in die Top drei der Dinge, auf die wir während der Reise keinesfalls verzichten möchten. Was man dagegen getrost zu Hause lassen kann: haufenweise Spielzeug. Das „Spielzeug", das uns während der Reise dauerhaft begleitet, ist ein neongelber Textmarker. Peanut bekommt ihn bei der Wohnmobil-Übergabe vom freundlichen Angestellten und lässt ihn von da ab nicht mehr los. Er schläft sogar mit dem Stift fest in der Hand ein. Der große Vorteil dieses „Spielzeugs": es ist schnell im Schreibwarenladen ersetzt als er doch einmal während der Reise abhandenkommt. Dreierpack und kein Drama, prima.Elternzeitreise Kindersitz

King of the road, Kindersitze und Kosten

Wir fühlen uns wie die Könige der Straße als wir die ersten Kilometer in unserem Wohnmobil fahren. Bis wir abends auf den ersten Campingplatz kommen. Da wirkt es eher, als säßen wir in einem Fiat Panda. Schon erstaunlich, was hier so unterwegs ist. Meterlange, hochglanzpolierte Wohntrucks mit freistehenden Kingsize-Betten und kompletter Wohnungseinrichtung innen und hinten angehängt dann noch der Anhänger mit SUV. Denn man möchte ja noch etwas kleines, wendiges um mobil zu sein. Wir sind glücklich mit unserem 7,5 Meter Gefährt. Peanut auch. Er bekommt einen neuen Kindersitz und sitzt vergnügt auf der Rückbank. Leider bieten die wenigsten Vermieter Kindersitze an. Man kann zwar den eigenen Kindersitz bei vielen Fluggesellschaften kostenlos aufgeben, hat aber keine Garantie, dass dieser dann vor Ort ins Wohnmobil passt. Daher lohnt es sich bei längeren Aufenthalten auf jeden Fall, ein Modell im Reiseland zu kaufen. Die Kosten hierfür liegen in den USA und Kanada bei rund 50-80 Euro. Da wir schon bei Kosten sind: Eine häufig gestellte Frage ist, was so eine Wohnmobil-Anmietung kostet. Die Preise schwanken sehr stark je nach Saison. Man kann aber in der Nebensaison mit einem
Tagespreis ab 70-90 Euro rechnen. Zu Ferienzeiten kann sich dies jedoch locker verdoppeln, daher wenn möglich diese Zeiträume meiden.
Elternzeitreise Wohnmobil

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